Wettbewerbe
Weltmeisterschaft 2008
Unser Mitglied Benedikt Feigl ist Weltmeister!
Ein Bericht von Sebastian und Benedikt Feigl
Endlich befindet sich der F3J Weltmeistertitel in Deutschland. Nach einem spannenden Wettkampf war es
geschafft, Benedikt „Klumpi“ Feigl (Oberbayern) gewann als erster Deutscher die Weltmeisterschaften, welche dieses Jahr in Adapazari/Türkei ausgetragen wurden.
Doch lasst uns am Anfang der Erfolgsgeschichte beginnen. Nachdem alles eingepackt und die Zollpapiere nach bestem Wissen und Gewissen organisiert waren, machten sich die ersten unserer Helfer Peter Nelles und Michael „MC“ Claus eine Woche vor Beginn des ersten Wertungstages auf den Weg in die Türkei. Ihr Fahrzeug war ein bis unters Dach mit Modellen und Equipment voll geladener Mercedes Sprinter in weinrot. Die Fahrt nach Italien und das Übersetzen mit der Fähre nach Griechenland verliefen reibungslos und auch als sie an der griechisch- türkischen Grenze ankamen waren sie noch frohen Mutes. Dort war es wohl einigen türkischen Zöllnern langweilig. Im nachhinein stellte sich heraus, dass eben diesen Zöllnern unsere Papiere vollständig unbekannt waren. Dies brachte unseren beiden tapferen Fahrern einen ungeplanten Aufenthalt von 23 Stunden im Niemandsland ein. Erst nach vielen Telefonaten und der Zahlung einer Kaution in absurder Höhe konnte die letzte Etappe in Angriff genommen werden. Fast zeitgleich erreichte der Rest des Teams bequem per Flugzeug und Bus das Hotel in Adapazari. Während der große Teil der Mannschaft beim Abendessen saß erreichte auch der Materialtransport spät Abends sein Ziel. Als nun noch die beiden Feigls zum Campingplatz gebracht und ihr Zelt aufgeschlagen hatten waren die Mannschaft und die Modelle endgültig in der Türkei angekommen.
Fast, denn der rote Sprinter musste am nächsten Tag samt Inhalt und Fahrern nochmal beim örtlichen Zoll vorsprechen. Diesem Umstand ist es auch zu verdanken, dass wir unseren eingeplanten Trainingstag nur noch Abends für ein paar Starts nutzten konnten. Dabei konnten noch letzte Probleme beseitigt werden, das Modell sicher ans Seil zu bekommen und Benedikt flog seinen eben erst fertiggestellten Xplorer ein.
Am frühen Morgen des nächsten Tages machte sich Tobi Lämmlein und sein Schlepperteam auf zum Flugfeld um seinen leichten High End von HKM noch auf WM- Tauglichkeit zu überprüfen. Deshalb früh morgens, um dem regen Flugbetrieb während des Tages aus dem Weg zu gehen. Die Tage vor den Wettbewerben bergen immer die Gefahr, sein Modell durch Kanal- Doppelbelegung zu verlieren. Darum fand sich das restliche Team Germany erst im Laufe des Vormittages am Flugplatz ein, da außer dem lästigen Ablängen der Seile nichts mehr geplant war, bevor Freitag Morgen dann der Spor Japi Cup begann.Für dieses Event bauten alle Teammitglieder außer Sebastian und Benedikt, die sich den Stress des Vorwettbewerbs ersparen wollten, ihre Modell auf. Im Verlauf der Vorrunden zeigte sich das türkische Wetter schon als sehr selektiv. Man sah einige Favoriten verfrüht landen. Trotzdem konnten die Deutschen mit 4 Mann ein knappes Viertel der Fly- Off Plätzen belegen. Die Jugendlichen Johannes Weber und Christian Reinecke hielten zusammen mit Teammanager Karl Hinsch und Helfer Stephan Lämmlein die deutschen Fahnen hoch.
Nach spannenden Flügen mit kurzen Starts setzte sich Christian mit seiner Aspire von Modellbau Pollack gegen 167 Piloten aus der ganzen Welt durch und gewann den Spor Yapi Cup. Er verwies Daryl Perkins und Karl Hinsch auf die Plätze. Primoz Rizner flog mit dem neuen Xplorer von NAN Models auf den 6. Platz und landete damit nur einen Platz hinter Joe Wurts. Dieser konnte dieses Jahr leider nicht als Pilot an der Weltmeisterschaft teilnehmen und übernahm das Amt des Teammanagers seines neuen Heimatlandes Neuseeland. Durch den Umzug und da er schon an interkontinentalen Meisterschaften für die USA teilnahm, ist er dieses und nächstes Jahr noch für internationale Wettbewerbe gesperrt. Abgerundet wurde dieses aus deutscher Sicht super Ergebnis dann noch mit einem 11. Platz von Stephan und einem 13. von Johannes.

Das erste Teammanger Meeting war dann für Sonntag Morgen angesetzt. Im Anschluss erfuhren wir dann wichtige Details wie die Sicherheitsbereiche, die dortigen Mindestflughöhen und neben weiteren Kleinigkeiten auch, dass das Band zur Landepunkt- Messung nicht angefasst werden darf. Weiter ging es dann mit dem Processing der Modelle. Dabei wird jedes Einzelteil der max. drei Modellen mit einem offiziellen Aufkleber versehen um sicherzustellen, dass wirklich nur diese drei Modelle eingesetzt werden. Man kann sich vorstellen, wie lange sich diese Prozedur hinzog, bis alle 25 Nationen ihre Sticker hatten.





